Expitope 2.0 hilft bei der Identifizierung sicherer Antigene für die Immuntherapie von Krebs

Planegg - - Veröffentlichter Artikel in "BMC Cancer" zeigt, wie mögliche Nebenwirkungen in normalen Geweben vorhergesagt werden können
- Medigene wird der internen Version von Expitope 2.0 weitere Funktionen hinzufügen

Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard, TecDAX) gibt bekannt, dass ein neuer Artikel in "BMC Cancer" veröffentlicht wurde. Dieser Artikel beschreibt Expitope 2.0, ein Tool zur Bewertung von immuntherapeutischen Antigenen auf ihre Ähnlichkeit zu natürlich exprimierten Proteinen in gesunden menschlichen Geweben. Diese Ähnlichkeit kann zu einer von T-Zellen ausgelösten Kreuzreaktivität bei immuntherapeutischen Behandlungen führen.

Die Autoren des Artikels haben Expitope, eine in einer früheren Publikation bereits beschriebene bioinformatische Plattform, um neue Funktionen erweitert. Expitope wurde von der Technischen Universität München und Medigene entwickelt, um die Kreuzreaktivität (CR) von Antigenen basierend auf gewebsspezifischen Mustern der Genexpression zu bewerten. Die Häufigkeit von Transkripten stimmt nicht immer mit dem Proteinexpressionslevel in Zellen überein, obwohl sie meist stark korreliert. . Die inzwischen verfügbar gewordenen Informationen zu Proteinhäufigkeiten im menschlichen Körper erleichtert nun einen direkteren Ansatz für die Vorhersage von Kreuzreaktivitäten.

In dem veröffentlichten Forschungsartikel wird eine neue Version 2.0 von Expitope vorgestellt, die CR-Indizes unter Verwendung sowohl von Protein- als auch von Transkript-Häufigkeitsniveaus berechnet. Diese Niveaus werden durch eine vorgeschlagene Hierarchie der Wichtigkeit verschiedener menschlicher Gewebeberechnet. Der Algorithmus trifft Vorhersagen zu allen natürlichen möglichen Selbstantigenen für eine gegebene Sequenz eines therapeutischen Antigens (oder Epitops) und klassifiziert diese durch potenzielle Immunogenität. Medigene hat die neue Version von Expitope um zusätzliche Funktionen erweitert und wird das Tool intern noch weiterentwickeln, um schnellere und präzisere Vorhersagen zu Antigen-Kandidaten zu ermöglichen.

Prof. Dr. Dolores J. Schendel, Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftsvorstand der Medigene AG, kommentiert: "Die neu beschriebene und getestete Version von Expitope 2.0 ist die Basis für zusätzliche Funktionserweiterungen, die Medigene auf ihrer eigenen IT-Infrastruktur installiert hat. Sie ermöglicht es uns und unseren Partnern, die besten Antigen-Kandidaten für eine erfolgreichere Krebsimmuntherapie und andere Krankheiten auszuwählen, indem mögliche Nebenwirkungen mit normalem Gewebe vorhergesagt werden können."

Das Tool wurde in zwei Fallstudien getestet: Die erste enthielt alle MHC-Klasse-I-Epitope, die von der "Cancer Immunity"-Peptiddatenbank (n = 347) bereitgestellt wurden, und quantifizierte die potentiellen Kreuzreaktivitäten der Epitope, die für Krebsimmuntherapien verwendet wurden. Die zweite Fallstudie umfasste alle HLA-A*02:01-restringierten Epitope (n = 1720) ausgewählter Krankheitsgruppen, die der "Immune Epitope"-Datenbank entstammen. Zum ersten Mal konnten die Autoren zeigen, dass verschiedene Krankheitsgruppen in Abhängigkeit vom Typ der Erkrankung eine hohe Variation der Hintergrundkreuzreaktivität zeigen. Im Vergleich zu einem gesunden Individuum ist der CR-Index für Autoimmunität im Durchschnitt zweifach höher und für Krebsfünfmal höher.

Der Artikel mit dem Titel "Expitope 2.0: a tool to assess immunotherapeutic antigens for their potential cross-reactivity against naturally expressed proteins in human tissues" finden Sie hier online: doi.org/10.1186/s12885-017-3854-8

Die Ergebnisse wurden erzielt von Wissenschaftlern der Fakultät für Bioinformatik der Technischen Universität München, Weihenstephan, der Medigene Immunotherapies GmbH, einer Tochtergesellschaft der Medigene AG, und der St. Petersburger Staatlichen Polytechnischen Universität, Russland.

Über Medigenes TCR-Technologie: Die TCR-Technologie zielt darauf ab, körpereigene T-Zellen des Patienten mit tumorspezifischen T-Zell-Rezeptoren auszustatten. Die bezüglich ihres Rezeptors modifizierten T-Zellen sind dadurch in der Lage, Tumorzellen zu erkennen und wirksam zu zerstören. Dieser immuntherapeutische Ansatz versucht, die bestehende Toleranz gegenüber den Krebszellen und die tumor-induzierte Immunsuppression im Patienten zu überwinden, indem T-Zellen des Patienten außerhalb des Körpers (ex vivo) aktiviert und modifiziert werden.

Die Medigene AG (FWB: MDG1, ISIN DE000A1X3W00, Prime Standard, TecDAX) ist ein börsennotiertes Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative Immuntherapien zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien. Dabei konzentriert sich Medigene auf personalisierte, T-Zell-gerichtete Therapieansätze. Entsprechende Projekte befinden sich in der präklinischen und klinischen Entwicklung.

Weitere Informationen unter www.medigene.de

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