Wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats

Prof. Winnacker ist Mitbegründer von MediGene und Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Gesellschaft seit 1994. Er absolvierte sein Chemiestudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich, wo er auch diplomiert und promoviert wurde. Nach Forschungsaufenthalten in Berkley, USA, und am Karolinska Institute in Stockholm, Schweden sowie seiner Habilitation an der Universität zu Köln ist Prof. Winnacker seit 1980 Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie an der Universität München. Dort baute er unter anderem die Abteilung der Biochemie der Viren auf und gründete 1984 das Münchner Genzentrum, dem er seitdem vorsteht. Von 1984 bis 1987 war Prof. Winnacker Präsident der Deutschen Gesellschaft für Biologische Chemie. Seit 1996 ist er Gastprofessor an der Harvard Medical School in Boston Massachusetts. Von 1987 bis 1993 fungierte er als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Von 1998 bis 2006 war Prof. Winnacker hauptamtlicher Präsident der DFG. Er war auch von 2007 bis 2009 Generalsekretär des European Research Council der Europäischen Kommission in Brüssels und von 2009 bis 2015 Generalsekretär des The Human Frontier Science Program in Straßburg. Er hat eine Vielzahl an wissenschaftlichen Auszeichnungen erhalten.

Dr. Micha Drukker

Micha Drukker promovierte an der Hebrew University in Israel und forschte als Postdoktorand an der Stanford University Medical School, wo er das Wissen erwarb und Technologien entwickelte, um Gewebevorläuferzellen sehr effizient aus gemischten Kulturen differenzierender pluripotenter humaner Stammzellen isolieren zu können. Seit 2012 leitet er die Nachwuchsforschergruppe „Human Pluripotent Stem Cell Lineage Choice“ und die zentrale Einrichtung „Human Induced Pluripotent Stem Cells“ am Institut für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München. Dr Drukkers gegenwärtige Forschungen drehen sich um die Mechanismen, welche die Differenzierung und krankhaften Fehlentwicklungen von gewebe-regenerierenden Vorläuferzellen reguliert. Diese stammen von pluripotenten Stammzellen welche auch Betazellen, die Hoffnungsträger der Diabetes Type 1 Therapie, enthalten.

Prof. Dr. med. Irmela Jeremias

Prof. Dr. med. Irmela Jeremias ist Kinderärztin und schrieb ihre Doktorarbeit am Institut für Experimentelle Endokrinologie an der Universität Mainz. Von 2001 bis 2004 erhielt sie ein Habilitationsstipendium der Kultusministerkonferenz und habilitierte im Jahr 2005 im Fach Pädiatrie. Sie erhielt einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) im Jahr 2015. Über 50 ihrer Publikationen wurden in international anerkannten Zeitschriften veröffentlicht und sie ist Letztautorin einer herausragenden Publikation in der Zeitschrift Cancer Cell im Jahr 2016.

Momentan ist sie Mildred Scheel Forschungsprofessorin der Deutschen Krebshilfe an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wissenschaftliche Leiterin der Gruppe „Apoptose“ am Helmholtz Zentrum in München und Kinderärztin am Dr. von Haunersches Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Prof. Dr. Peter H. Krammer

Prof. Peter Krammer, M.D., führte bahnbrechende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Apoptose durch. Seine Arbeit war der Schlüssel zum Verständnis der Signalwege, die diesen Mechanismus des Zelltods kontrollieren. Prof. Krammer ist Autor von mehr als 400 wissenschaftlichen Publikationen. Während seiner beruflichen Laufbahn erhielt Prof. Krammer zahlreiche Preise, darunter den Robert-Koch-Preis, den Deutschen Krebs-Preis, den Kitasato-Behring-Preis, den Avery-Landsteiner-Preis, den Ernst-Jung-Preis und den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit ist Prof. Krammer Leiter der Abteilung Immungenetik im Forschungsschwerpunkt Tumorimmunologie des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Dr. Manfred Rüdiger

Dr. Manfred Rüdiger war bis April 2017 Vorstandsvorsitzender von Kiadis Pharma, wo er seit 2011 die Entwicklung der Gesellschaft hin zu einem Unternehmen mit Produkten in späten Stadien der klinischen Entwicklung bzw. Vorstadien der Kommerzialisierung gelenkt hat. Kiadis Pharma ist seit 2015 an der Euronext in Amsterdam und Brüssel börsennotiert. Vor seinem Eintritt bei Kiadis Pharma war er Chief Scientific Officer und CEO der Cardion AG, CEO der Igeneon AG, Chief Operating Officer der NASDAQ-gelisteten Aphton Corporation und zuletzt CEO der t2cure GmbH und der Affectis AG. Seit dem 16. August 2005 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der 4SC AG. Dr. Rüdiger promovierte in Biochemie am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und arbeitete an der Technischen Universität Braunschweig, bevor er der Industrie beitrat.

Dr. Lawrence E. Samelson

Dr. Samelson ist Leiter und Seniorforscher des Labors für Zelluläre und Molekulare Biologie am Center for Cancer Research (CCR) des National Cancer Institute (NCI). Dr. Samelson schloss seine medizinische Ausbildung als M.D. an der Yale University im Jahr 1977 ab. Nach der Ausbildung in der Inneren Medizin an der University of Chicago, forschte er als Postdoc im Labor für Immunologie am National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Er trat 1985 in die Abteilung für Zellbiologie und Stoffwechsel am National Institute of Child Health and Human Development ein, wurde dort 1988 zum leitenden Forscher und Chef der Abteilung für Lymphozyten-Signalgebung und stellvertretender Abteilungsleiter im Jahr 1995. 1999 wurde er Leiter des Labors für zelluläre und molekulare Biologie am NCI. Dr. Samelson verantwortet ein Labor, dessen Mitarbeiter sich auf verschiedene Signalübertragungssysteme und -wege konzentrieren. Er und die Mitarbeiter seines Labors haben Studien über die Biochemie und Zellbiologie der Signaltransduktionsmechanismen durchgeführt, die an den T-Zell-Antigenrezeptor gekoppelt sind. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Rolle von Proteintyrosinkinasen, Adaptormolekülen und molekularen Signalisierungskomplexen.

Prof. Dr. Freda Stevenson

Freda Stevenson ist Professorin der medizinischen Immunologie an der Universität von Southampton. Sie erhielt ihren DPhil in Biochemie von der Oxford Universität im Jahr 1964.
Nach verschiedenen Positionen an der Universität von Sydney, der Oxford Universität, dem Krankenhaus von Southampton und der Universität von Southampton, wurde Freda Stevenson 1997 Professorin der Immunologie an der Universität von Southampton.
Prof. Stevenson hat die Erforschung von Lymphomen mit initiiert und etabliert. Sie leistete Pionierarbeit im Bereich der Immungenetik, um damit den Ursprung und das Verhalten von B-Zellerkrankungen zu untersuchen und sie ist Autorin von über 250 Arbeiten dazu. 2015 wurde sie mit der Rai-Binet Medaille des International Workshop on CLL für ihre Arbeit an der chronisch lymphatischen Leukämie ausgezeichnet. Sie leistete auch Pionierarbeit bei der Entwicklung von DNA-Fusions-Impfstoffen, um das Immunsystem gegen Krebs zu aktivieren. Diese Impfstoffe befinden sich gegenwärtig in klinischer Entwicklung. 2014 erhielt Prof. Freda Stevenson von der European Haematology Association den Jean Bernard Preis für ihr Lebenswerk. Prof. Stevenson ist ein gewähltes Mitglied der Academy of Medical Sciences und ist Mitherausgeberin der anerkannten hämatologischen Fachzeitschrift Blood.

Prof. Dr. Jolanda de Vries

Jolanda de Vries ist Professorin in der Abteilung Tumorimmunologie am Radboud Institute for Molecular Life Sciences. Jolanda de Vries promovierte zum PhD von 1991 bis 1997 im Fachbereich Dermatologie am University Medical Centre in Utrecht in den Niederlanden. Im Jahr 1997 kam sie zum Institut für Tumorimmunologie am Radboud Institute for Molecular Life Sciences, Radboudumc. Sie gehört zu den Pionieren, die erstmals dendritische Zellen (DCs) für potenzielle klinische Anwendungen erforscht hat. 1997 begannen die ersten klinischen Phase I/II Studien, in welchen Patienten mit DCs, beladen mit tumorspezifischen Peptiden, geimpft wurden. Außerdem entwickelte sie einen neuen, sehr aussagekräftigen Immun-Monitoring Ansatz, zur Vorhersage eines verlängerten Überlebens nach DC-Impfungen. Ihr hauptsächliches wissenschaftliches Interesse gilt der DC-Immuntherapie und dabei besondere der Migration und Abbildung von DCs.