Indikationen

Akute myeloische Leukämie (AML)

Akute myeloische Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems und tritt überwiegend bei Erwachsenen über 60 Jahren auf. In Deutschland werden pro Jahr etwa 3600 Neuerkrankungen registriert.

Krankheitsursache ist das unkontrollierte Wachstum funktionsunfähiger blutbildender Vorläuferzellen im Knochenmark. Diese Zellen behindern die Bildung gesunder blutbildender Zellen und führen dadurch u.a. zu einem Mangel an Erythrozyten und Blutplättchen. Typische Symptome der AML sind Anämie, Fieber, verstärkte Infektanfälligkeit und Störungen bei der Blutgerinnung. Die Erkrankung entwickelt sich rasch und kann unbehandelt innerhalb weniger Wochen zum Tod führen.

Grundlage der AML-Therapie ist eine intensive Chemotherapie. Eine weitere Therapiemöglichkeit stellt die allogene Stammzelltransplantation dar. Leider ist bei der Mehrheit der Patienten mit einem Rückfall zu rechen. Nur etwa 15 bis 20 % erreichen eine Langzeitremission nach konventioneller Chemotherapie. Günstigere Prognosen ergeben sich nur nach einer allogenen Stammzelltransplantation.

Multiples Myelom (MM)

Das multiple Myelom (MM) ist eine durch monoklonale Plasmazellvermehrung im Knochenmark charakterisierte, nach WHO-Kriterien den B-Zell-Lymphomen zugehörige, maligne Erkrankung mit vermehrter Produktion kompletter oder inkompletter monoklonaler Immunglobuline. Diese Proteine sind in Serum und/oder Urin nachweisbar. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 3.000 Männer und etwa 2.700 Frauen neu an einem Multiplen Myelom (ICD10-C90). Das MM ist somit nach Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphomen die dritthäufigste hämatologische Neoplasie und für ca. 1% aller Krebserkrankungen in Deutschland verantwortlich.

Genitalwarzen

Genitalwarzen sind gutartige Tumore, die durch eine Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden. Sie entstellen den Genital- und Analbereich und können zu Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Ausfluss, Blutungen und Schmerzen führen. Genitalwarzen sind eine der am schnellsten zunehmenden sexuell übertragbaren Krankheiten, schätzungsweise sind weltweit 30 Millionen Menschen davon betroffen. Eine Behandlung wird zur Linderung der Beschwerden empfohlen, aber auch um eine Verschlechterung des Krankheitsbildes sowie eine Ansteckung des Partners zu vermeiden. Abhängig von Lokalisation und Ausdehnung der Genitalwarzen stehen verschiedene operative und medikamentöse Behandlungsmethoden zur Verfügung. Neben einer schonenden Entfernung der bestehenden Warzen ist die Verhinderung von wiederkehrenden Warzen ein wichtiges Behandlungsziel.