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Medigene veröffentlicht neues Bioinformatikprogramm zur Vorhersage von Kreuzreaktivitäten von Krebs- und Virusantigenen

"Bioinformatics" Artikel publiziert in Kollaboration mit Wissenschaftlern der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München

Martinsried/München, 16. September 2016. Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard), ein Immunonkologie-Unternehmen mit klinischen Projekten fokussiert auf die Entwicklung T-Zell-gerichteter Therapieplattformen zur Bekämpfung von Krebs, gibt die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Artikels über die Bewertung von Krebs- und Virusantigenen bezüglich ihrer Kreuzreaktivität in menschlichen Gewebearten in der aktuellen Ausgabe von "Bioinformatics" bekannt (Oxford Journals: doi: 10.1093 / Bioinformatik / btw567). Die Untersuchungsergebnisse zeigen, wie man die mögliche Kreuzreaktivität natürlich vorkommender Selbstantigene mit sehr ähnlicher Sequenz mithilfe eines Algorithmus und kuratierter Datensätze (d.h. aus verschiedenen Quellen zusammengestellt), für eine vorgegebene Sequenz eines therapeutischen Antigens (oder Epitops) vorhersagen kann. Nach der Filterung für die prognostizierten Immunogenitäten werden die Ergebnisse als Index und Profil von Kreuzreaktivitäten der Selbstantigene in 22 menschlichen Gewebearten aufgezeigt. Dieses innovative Programm zur Vorhersage von möglichen Kreuzreaktivitäten ermöglicht es Medigene, Fragen zur Sicherheit und Toxizität von TCR-Kandidaten bereits in einem frühen Stadium zu analysieren.

Im Vergleich zur bereits etablierten bioinformatischen "Expitope" Plattform, die ebenfalls in Zusammenarbeit zwischen TUM und Medigene entstand, arbeitet der nun veröffentlichte "iCrossR" Algorithmus mit den tatsächlichen Peptid-Expressionslevels, was die Analyse auf eine höhere Ebene hebt: Statt die Analyse auf mRNA-basierte Expressionsdaten zu stützen, untersucht "iCrossR" direkt die eigentlichen Proteindaten in 22 menschlichen Gewebearten. Die Auswertung einer solchen Analyse beschreibt das potenzielle Risiko einer Kreuzreaktivität von TCR-Kandidaten gegen gesundes Gewebe und hilft, diejenigen TCRs auszuwählen, die am vielversprechendsten sind. Darüber hinaus ermöglicht "iCrossR", mögliche Off-Target-Aktivitäten von TCRs, die durch Mismatches zwischen Epitopen verursacht werden, auszusortieren.

Prof. Dolores Schendel, Vorstandsvorsitzende und CSO der Medigene AG, erklärt: "Bei adoptiven Immuntherapien gegen ausgewählte Antigene kann die Kreuzreaktivität von Epitopen zu schweren Nebenwirkungen führen. Mit dem in dieser Veröffentlichung beschriebenen neuen in-silico-Forschungsprogramm "iCrossR" sind wir in der Lage, die Kreuzreaktivität von On-Target und Off-Target-Toxizitäten vorherzusagen, was uns bei der frühen Auswahl von sichereren therapeutisch relevanten Zielantigenen hilft."

Prof. Dmitrij Frishman, Forschungsleiter am Department für Bioinformatik an der Technischen Universität München (TUM) und Arbeitsgruppenleiter am Institut für Bioinformatik und Systembiologie (IBIS) am Helmholtz Zentrum München, fügt hinzu: "In dieser Arbeit haben wir uns ausschließlich auf die Beurteilung von Antigenen fokussiert, welche an MHC-I-Moleküle binden, den Mechanismus für Immunantworten auf natürliche, aus dem Zellinneren stammenden Peptiden. Unsere Vorgehensweise zielt auf die Entwicklung besserer Immuntherapien, die Erhöhung der Sicherheit und die Minimierung unerwünschter Autoimmunnebenwirkungen."

Der Artikel mit dem Titel "Assessment of cancer and virus antigens for cross-reactivity in human tissues" kann hier online eingesehen werden: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27614350 .

Diese Ergebnisse wurden seit 2013 im Rahmen einer engen Zusammenarbeit zwischen Prof. Dmitrij Frishman und seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern und Prof. Dolores J. Schendel, CEO und CSO der Medigene AG und ihrem Forscherteam erzielt.

Über Medigenes TCR-Technologie:
Die TCR-Technologie zielt darauf ab, körpereigene T-Zellen des Patienten mit tumorspezifischen T-Zell-Rezeptoren auszustatten. Die bezüglich ihres Rezeptors modifizierten T-Zellen sind dadurch in der Lage, Tumorzellen zu erkennen und wirksam zu zerstören. Dieser immuntherapeutische Ansatz versucht, die bestehende Toleranz gegenüber den Krebszellen und die tumor-induzierte Immunsuppression im Patienten zu überwinden, indem T-Zellen des Patienten außerhalb des Körpers (ex-vivo) aktiviert und modifiziert werden. Eine große Anzahl tumor-spezifischer T-Zellen, die den Tumor bekämpfen können, wird so für Patienten innerhalb kurzer Zeit verfügbar gemacht.

Medigenes Technologie für T-Zell-Rezeptor (TCR) modifizierte T-Zellen ist eine der hoch innovativen und sich ergänzenden Immuntherapie-Plattformen der Firma. Diese adoptive T-Zell-Therapie ist für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Tumorstadien ausgelegt. Medigene bereitet gerade die klinische Entwicklung von ersten eigenen TCR-Produktkandidaten vor und baut im Rahmen dessen eine Bibliothek an rekombinanten T-Zell-Rezeptoren auf. Zudem wird derzeit ein Verfahren zur Kombination dieser Rezeptoren mit patienteneigenen T-Zellen gemäß den regulatorischen GMP-Standards (Gute Herstellungspraxis, engl. Good Manufacturing Practice, Abk. GMP) etabliert. Medigene plant, seine erste eigene klinische TCR-Studie im Jahr 2017 und eine zweite im Jahr 2018 zu beginnen.

Die Medigene AG ist ein börsennotiertes (Frankfurt: MDG1, Prime Standard) Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative, komplementäre Therapieplattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testung. Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immuntherapien.
Weitere Informationen unter www.medigene.de

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