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Medigene veröffentlicht Ergebnisse des ersten Quartals 2015

Presse- und Analysten-Telefonkonferenz mit Webcast heute, 12. Mai 2015 um 15.00 Uhr MESZ

Kennzahlen im ersten Quartal 2015:

  • Veregen®-Lizenzerträge um 39 % gesteigert
  • Gesamterlöse um 31 % reduziert durch Einmalzahlung im Vorjahr
  • Signifikante Erhöhung der F&E-Ausgaben im Bereich Immuntherapien
  • EBITDA-Verlust planmäßig um 41 % erhöht
  • Finanzprognose 2015 bestätigt

Wichtigste Ereignisse im ersten Quartal 2015:

  • Phase I/II-Studie mit DC-Vakzine zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) gestartet
  • Lizenziertes EU-Patent auf den Prozess zur Herstellung der DC-Vakzinen erteilt
  • Positive frühe klinische Daten zu DC-Vakzinen auf AACR Annual Meeting, USA, durch akademischen Partner Oslo University präsentiert
  • Publikation zu TCRs in "Nature Biotechnology" erschienen
  • Positiven Entscheid über Marktzulassung von Veregen® in acht weiteren europäischen Ländern erhalten

Martinsried/München, 12. Mai 2015. Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard) veröffentlicht heute den 3-Monatsbericht 2015.

In den ersten drei Monaten 2015 stiegen Medigenes Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen (Royalties) mit dem Medikament Veregen® wegen höherer Marktumsätze um 39 % auf 589 T€ (Q1-2014: 423 T€) an. Im Wesentlichen aufgrund einer Einmalzahlung für Veregen® im ersten Quartal 2014 sanken Medigenes Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1.686 T€ (Q1-2014: 2.430 T€).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich im ersten Quartal 2015 planmäßig um 21 % auf 1.932 T€ (Q1-2014: 1.596 T€). Der Anstieg dieser Kosten ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Ausgaben für präklinische und klinische Studien für Medigenes Immuntherapien zurückzuführen, die sich in den ersten drei Monaten 2015 signifikant auf 1.166 T€ erhöhten (Q1-2014: 145 T€). Die für EndoTAG®-1 entstehenden Entwicklungsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum auf 631 T€ (Q1-2014: 691 T€). Diese Entwicklungsaufwendungen werden überwiegend vom Partner SynCore erstattet und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen als F&E-Zahlungen von Partnern verbucht.

Der EBITDA-Verlust stieg im ersten Quartal 2015 planmäßig auf 2.042 T€ (Q1-2014: 1.452 T€). Der Nettoverlust erhöhte sich auf 3.672 T€ (Q1-2014: 2.044 T€). Die Differenz zum EBITDA ist zum großen Teil auf nicht-zahlungswirksame Währungsverluste in Höhe von 1.531 T€ zurückzuführen.

Peter Llewellyn-Davies, Finanzvorstand der Medigene AG, kommentiert: "Der positive Nachrichtenfluss im ersten Quartal 2015 dokumentiert die zahlreichen Aktivitäten und Fortschritte in Medigenes Immuntherapiegeschäft. Für unsere DC-Vakzinen haben wir eine klinische Studie gestartet, zudem wurde ein wichtiges Patent auf den Herstellungsprozess erteilt und unser akademischer Partner veröffentlichte positive klinische Daten auf einer führenden medizinischen Konferenz. Mit unserer TCR-Technologie machen wir Fortschritte bei der Vorbereitung der klinischen Entwicklung, und eine Publikation in ,Nature Biotechnology' validiert die wissenschaftliche Basis für zukünftige klinische Studien. Dies spornt uns an, unsere Ressourcen weiterhin konsequent auf unsere Immuntherapien zu konzentrieren."

Gekürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

In T€ Q1-2015

 
Q1-2014
t
Veränderung
Umsatzerlöse Veregen® 714 1.329 -46 %
davon Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen 589 423 39 %
davon Umsätze aus Produktlieferungen  125 226 -45 %
davon Meilensteinzahlungen  0 680 -
Sonstige betriebliche Erträge 972 1.101 -12 %
Gesamterlöse 1.686 2.430 -31 %
Beschaffungskosten der Erlöse -268 -267 0 %
Bruttoergebnis 1.418 2.163 -34 %
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -1.740 -2.210 -21 %
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.932 -1.596 21 %
Betriebsergebnis -2.254 -1.643 37 %
Periodenergebnis -3.672 -2.044 80 %
EBITDA-Ergebnis -2.042 -1.452 41 %

Finanzprognose 2015:

Das Unternehmen bestätigt seine Finanzprognose. Im Jahr 2015 erwartet Medigene basierend auf Annahmen der Partner ein Wachstum der Veregen®-Lizenzeinnahmen im zweistelligen Prozentbereich (2014: 2,4 Mio. €) und trotz geringerer Meilensteinzahlungen stabile Veregen®-Gesamterlöse (2014: 5,2 Mio. €). Zusätzlich wird Medigene sonstige betriebliche Erlöse erzielen, die sich insbesondere aus Erstattungen für Entwicklungskosten für EndoTAG®-1 durch SynCore sowie aus den mit dem Vorjahr vergleichbaren nicht zahlungswirksamen Erträgen von Cowen Healthcare Royalty Partners L.P. zusammensetzen. Das Unternehmen plant die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für seine Immuntherapieprogramme deutlich zu erweitern. Im Jahr 2015 sollen diese Aufwendungen voraussichtlich 7 - 9 Mio. € (2014: 2,9 Mio. €) betragen. Im Wesentlichen aufgrund dieser erhöhten Investitionen in Medigenes Innovationen wird der EBITDA-Verlust voraussichtlich auf 11 - 13 Mio. € (2014: 2,1 Mio. €) ansteigen. 

Auf Basis der aktuellen Geschäftsplanung geht das Management davon aus, dass das Unternehmen ohne Berücksichtigung von potenziellen Lizenzpartnerschaften oder Kapitalmaßnahmen bis ins zweite Quartal 2016 finanziert ist. Darüber hinaus können Einsparmaßnahmen die Reichweite der Barmittel bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 verlängern. Zur weiteren Finanzierung über das zweite Quartal 2016  hinaus sind zusätzliche Finanzmittel aus externen Quellen notwendig und der Vorstand geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass diese Mittel eingeworben werden können. Das Unternehmen könnte diese Finanzmittel z. B. aus weiteren Partnerschaften mit Pharmagesellschaften oder durch Kapitalmaßnahmen erhalten.

Der vollständige 3-Monatsbericht 2015 ist abrufbar unter www.medigene.de/presse-investoren

Analysten- und Pressekonferenz: Eine telefonische Presse- und Analystenkonferenz (Webcast) in englischer Sprache findet heute um 15.00 Uhr MESZ (10.00 Uhr EDT, USA) statt und wird live im Internet übertragen. Der Zugang zur Übertragung mit synchronisierten Präsentationsfolien sowie eine Aufzeichnung der Präsentation ist über die Internetseite von Medigene unter www.medigene.com möglich.

Die Medigene AG ist ein börsennotiertes (Frankfurt: MDG1, Prime Standard) Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter Immuntherapien mit Schwerpunkt auf Blutkrebserkrankungen. Medigene ist das erste deutsche Biotechnologie-Unternehmen, das über Einnahmen aus einem vermarkteten Medikament verfügt; dieses wird von Partnerunternehmen vertrieben. Medigene hat fortgeschrittene Medikamentenkandidaten auslizenziert und weitere in der klinischen Testung. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative Therapieplattformen zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen. Weitere Informationen unter www.medigene.de

Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese spiegeln die Meinung von Medigene zum Datum dieser Mitteilung wider. Die von Medigene tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Medigene ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Medigene®, EndoTAG®, RhuDex® und Veregen® sind Marken der Medigene AG. Medigene ImmunotherapiesTM, TriantaTM und Trianta ImmunotherapiesTM sind Markenzeichen der Medigene Immunotherapies GmbH. Diese Marken können für ausgewählte Länder Eigentum oder lizenziert sein.

Kontakt
Julia Hofmann, Anja Clausnitzer
Tel.: +49 - 89 - 20 00 33 - 33 01
Email: investor@medigene.com

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