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Medigene: Trianta gibt Verlängerung der Forschungsförderung des transregionalen Sonderforschungsbereich für adoptive T-Zelltherapie durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt

Pressemitteilung

 

Martinsried/München, 22. Juli 2014. Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard) gibt bekannt, dass ihre Tochtergesellschaft Trianta Immunotherapies GmbH aktiver Projektpartner im Rahmen des transregionalen Sonderforschungsbereiches (SFB-TR36) "Grundlagen und Anwendung adoptiver T-Zelltherapien" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist. Die DFG wird die Forschungsförderung des SFB-TR36, die im Jahr 2006 gestartet wurde, um weitere vier Jahre verlängern.

Das Projekt von Trianta innerhalb des SFB-TR36 ist ein integraler Bestandteil eines seit acht Jahren bestehenden Konsortiums, das Partner der Charité Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU) umfasst.

Das Ziel der Wissenschaftler ist die Entwicklung effektiver Ansätze zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen mit Hilfe des adoptiven T-Zelltransfers. Durch die Partizipation im SFB-TR36 sichert sich Trianta die etablierte wissenschaftliche und projektbezogene Kooperation mit führenden deutschen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapie.  Insbesondere eröffnet die Zusammenarbeit im Rahmen einer Technologietransferförderung mit dem HMGU Trianta den Zugang zu hochinnovativen präklinischen Tumormodellen zur Überprüfung der Wirksamkeit der entwickelten eigenen Therapiekonzepte.

Prof. Dolores J. Schendel, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Medigene AG, kommentiert: "Die weitere Beteiligung von Trianta im SFB-TR36 über das gerade bewilligte Technologietransferprojekt in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz Zentrum München, ermöglicht es unserem Expertenteam im Bereich T-Zell-Rezeptoren den engen Austausch mit vielen weiteren Spezialisten auf diesem Gebiet fortzusetzen. Das Ziel von Trianta ist es, den Transfer von T-Zell-basierten Immuntherapien in die klinische Evaluation und die zukünftige Kommerzialisierung voranzubringen."

Die Medigene AG/Trianta Immunotherapies GmbH verfügt über drei hochinnovative, sich ergänzende Immuntherapie-Plattformen. Im Bereich der adoptiven T-Zelltherapie mit T-Zell- Rezeptor-veränderten T-Zellen arbeitet das Unternehmen weiter an der Entwicklung eines GMP-konformen Herstellungsprozesses und bereitet die klinische Entwicklung erster Produktkandidaten  vor.

Über T-Zell-Rezeptor (TCR)-veränderte T-Zellen (in fortgeschrittener präklinischer Entwicklung, geeignet für die Behandlung fortgeschrittener Tumorstadien): Dieser Therapieansatz von Trianta zielt darauf ab, die körpereigene Immunabwehr - die T-Zelle - zu nutzen, um Krebszellen aufzuspüren und zu bekämpfen. Für diesen Zweck werden körpereigene T-Zellen des Patienten mit tumorspezifischen T-Zell-Rezeptoren ausgerüstet, die in der Lage sind, Tumorzellen zu entdecken und effizient zu zerstören. Dieser immuntherapeutische Ansatz versucht die bestehende Toleranz gegenüber den Krebszellen und die tumor-induzierte Immunsuppression im Patienten zu überwinden, indem die T-Zellen des Patienten außerhalb des Körpers (ex-vivo) aktiviert und modifiziert werden. Im Vergleich zu den so genannten Small Molecules (Kleine Moleküle) oder antikörperbasierten Therapien könnte dieser Ansatz neue Zielstrukturen nutzen, um Tumore zu bekämpfen. In nur 10 Tagen erhalten Patienten so eine ganze Armee spezifischer T-Zellen.

Über SFB-TR36: SFB-TR36 "Grundlagen und Anwendung adoptiver T-Zelltherapien" ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderter transregionaler Sonderforschungsbereich mit dem Schwerpunkt der Entwicklung effektiver Ansätze zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen mit Hilfe des adoptiven T-Zelltransfers. Das SFB-Programm ist mit einer Laufzeit bis 2018 angesetzt. Weitere Infos unter: www.sfb-tr36.com

Über die DFG: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie ist als privatrechtlicher Verein organisiert und wird zum größten Teil durch Bund und Länder finanziert. Ihre Mitglieder sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften, die vom interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch profitieren. Die Kernaufgabe der DFG besteht in der wettbewerblichen Auswahl der besten Forschungsvorhaben an Hochschulen und Forschungsinstituten sowie deren Finanzierung. Weitere Infos unter: www.dfg.de

Über Trianta: Nach über 15 Jahren intensiver Forschungsarbeit im Bereich Immuntherapie wurde die Trianta Immunotherapies GmbH Ende 2013 als Ausgründung des Helmholtz Zentrums München, gegründet und im Januar 2014 von der Medigene AG als 100-prozentige Tochter übernommen. Trianta verfügt über drei hochinnovative, sich ergänzende Immuntherapie-Plattformen mit Programmen in der klinischen Entwicklung zur Behandlung unterschiedlicher Krebsformen. Das Unternehmen nutzt das therapeutische und kommerzielle Potenzial von T-Zell-fokussierten Therapien, die aus den Arbeiten von Prof. Dolores J. Schendel und ihrem Team am Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit Prof. Thomas Blankenstein am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin hervorgegangen sind. Triantas Team arbeitet an drei sich ergänzenden immuntherapeutischen Strategien zur Behandlung unterschiedlicher Krebsformen und -stadien: Dendritische Zellvakzine (DC-Vakzinen), T-Zell-Rezeptor- (TCR-)-veränderte T-Zellen und anti-TCR monoklonale Antikörper (TABs). Der Fokus liegt immer auf T-Zellen. Dies sind weiße Blutkörperchen, die eine zentrale Rolle in der Immunabwehr spielen.

Die Medigene AG (Frankfurt: MDG1, Prime Standard) ist ein börsennotiertes Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter Immuntherapien mit Schwerpunkt auf Blutkrebserkrankungen. Medigene ist das erste deutsche Biotechnologie-Unternehmen, das über Einnahmen aus einem vermarkteten Medikament verfügt, dieses wird von Partnerunternehmen vertrieben. Medigene hat mehrere Medikamentenkandidaten in der klinischen Testung und entwickelt hochinnovative Therapieplattformen. Weitere Informationen unter www.medigene.de.

Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese spiegeln die Meinung von Medigene zum Datum dieser Mitteilung wider. Die von Medigene tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Medigene ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Medigene®, Veregen®, EndoTAG® und RhuDex® sind Marken der Medigene AG. Diese Marken können für ausgewählte Länder Eigentum oder lizenziert sein.

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Julia Hofmann, Anja Clausnitzer
Tel.: +49 - 89 - 20 00 33 - 33 01
Email: investor@medigene.com

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