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Klinische Daten zu Medigenes DC-Vakzine für AML auf der CIMT-Konferenz präsentiert

Martinsried/München, 11. Mai 2016. Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard), ein Immunonkologie-Unternehmen mit klinischen Entwicklungsprojekten fokussiert auf die Entwicklung T-Zell-gerichteter Therapieplattformen zur Bekämpfung von Krebs, gibt bekannt, dass die wissenschaftliche Arbeitsgruppe von Prof. Gunnar Kvalheim am Institut für Zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Oslo, Norwegen, vorläufige klinische Daten von Compassionate Use[1] Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) auf der 14. Cancer Immunotherapy Konferenz (CIMT) gezeigt hat. Diese Patienten wurden mit dendritischen Zell (DC)-Vakzinen behandelt, die unter Verwendung von Medigenes DC-Impfstofftechnologie hergestellt wurden. CIMT ist die größte Konferenz in Europa zur Erforschung und Entwicklung von Krebsimmuntherapien.

Die Posterpräsentation des Universitätskrankenhauses Oslo zeigt vorläufige Daten von fünf AML-Patienten, welche DC-Vakzine gegen die Antigene Wilm's tumor-1 (WT-1) und PRAME (preferentially expressed antigen in melanoma) erhielten. Die dafür verwendeten jungen, dendritischen Zellen wurden aus Monozyten nach Medigenes Reifungsprotokoll der neuen Generation gewonnen. Das Poster trägt den Titel: "WT-1 and PRAME mRNA transfected TLR 7/8 polarized fast DCs vaccines in AML patients raise specific immune responses that correlate with clinical outcome".

AML tritt besonders häufig bei älteren Patienten auf, für die eine intensive Chemotherapie oder Stammzelltransplantation zu belastend und risikoreich wäre. Deswegen ist eine Behandlung von AML bei dieser Patientengruppe schwierig und oft kommt es schon früh wieder zu Rückfällen.

Die vorgestellten Daten stammen von fünf Patienten, bei denen mit der DC-Vakzinierung nach der Normalisierung des Blutbilds nach einer Chemotherapie als Erstbehandlung gestartet wurde.

Daten der ersten vier Patienten wurden bereits auf dem 57. Jahrestreffen der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) im Dezember 2015 präsentiert. Diese vier Patienten werden schon zwischen 16 und 26 Monate lang behandelt.

Prof. Gunnar Kvalheim, Leiter der Abteilung für Zelltherapie am Universitätskrankenhaus in Oslo erklärt dazu: "Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, dass junge, TLR-polarisierte DCs bei Patienten individuelle, spezifische T-Zell-Antworten induzieren oder verstärken können. Die klinischen Ergebnisse stehen in Zusammenhang mit den Immunreaktionen und können zu einem längeren Überleben dieser AML-Patienten führen, für die eine kurative Behandlung nicht in Frage kommt."

Prof. Dolores J. Schendel, CEO und CSO der Medigene fügt hinzu: "Diese positiven Ergebnisse bestärken uns darin, unser eigenes DC-Impfstoff-Entwicklungsprogramm weiter zu verfolgen. Unsere voranschreitende klinische Phase I/II-Studie in AML erweitert dabei laufende akademische klinische Studien."

Zwischen dem Universitätsklinikum Oslo und Medigene besteht ein vertragliches Abkommen, das dem Universitätsklinikum Oslo den Einsatz von Medigenes DC-Vakzine der neuen Generation in ihren laufenden akademischen klinischen Studien erlaubt.

Über Medigenes DC-Impfstoff-Programm: Die Plattform zur Entwicklung von antigen-spezifischen DC-Vakzinen der neuen Generation bildet die am weitesten fortgeschrittene Plattform der hochinnovativen, sich ergänzenden Immuntherapie-Plattformen von Medigene Immunotherapies. Derzeit testet Medigene ihre DC-Vakzine in einer unternehmenseigenen klinischen Phase I/II-Studie zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML). Weitere Studien, die Medigenes DC-Impfstoff-Technologien verwenden, werden in Form von zwei klinischen Prüfarzt-initiierten Studien (IITs) durchgeführt: Eine klinische Phase I/II-Studie zur Behandlung akuter myeloischer Leukämie (AML) läuft am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München und eine klinische Phase II-Studie zur Behandlung von Prostatakrebs an der Universitätsklinik Oslo. Darüber hinaus werden im Rahmen von Compassionate Use Patienten mit DC-Vakzinen am Institut für Zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Oslo behandelt.

Dendritische Zellen (englisch: Dendritic Cells, DC) gelten als die potentesten Antigen-präsentierenden Zellen des menschlichen Immunsystems. Ihre Aufgabe besteht in der Aufnahme, Prozessierung und Präsentation von Antigenen auf ihrer Zelloberfläche, wodurch sie antigen-spezifische T-Zellen aktivieren und somit zur Reifung und Teilung anregen können. Die T-Zellen werden dadurch in die Lage versetzt, Antigen-tragende Tumorzellen zu erkennen und zu eliminieren. Ebenso können natürliche Killerzellen (NK-Zellen) durch dendritische Zellen zur Tumorerkennung aktiviert werden. Das Team von Medigene Immunotherapies GmbH hat neue, schnelle und wirksame Verfahren entwickelt, um dendritische Zellen im Labor so zu generieren, dass diese T-Zellen wie auch NK-Zellen aktivieren können. Dabei werden die dendritischen Zellen aus autologen, d.h. körpereigenen, Vorläuferzellen, die aus dem Blut des Patienten gewonnen werden, hergestellt. Ferner können die DC-Vakzine mit tumorspezifischen Antigenen beladen werden, um so verschiedene Tumorarten zu behandeln und sind zur Behandlung minimaler residualer Krebserkrankungen oder zum Einsatz in Kombinationstherapien vorgesehen.

Weitere Informationen zu Medigenes DC-Vakzinen finden Sie als Video unter: vimeo.com/123005831

Die Medigene AG ist ein börsennotiertes (Frankfurt: MDG1, Prime Standard) Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative, komplementäre Therapieplattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testung. Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immuntherapien.

Weitere Informationen unter www.medigene.de

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[1] Compassionate Use: Ärztlich angeordneter Einsatz noch nicht zugelassener Arzneimittel bei Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen ohne Therapiealternativen