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Prostatakrebs entsteht in Zellen der Vorsteherdrüse (Prostata). Diese Drüse umschließt beim Mann den Anfangsbereich der Harnröhre und bildet einen
Teil der Samenflüssigkeit. Mit rund 25.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland und 180.000 in den USA ist das Prostatakarzinom nach Lungenkrebs die zweithäufigste Ursache
für Krebstod bei Männern. Die üblichen Behandlungsmethoden bei lokalisierten Tumoren sind operative Entfernung und Bestrahlung. Bei Patienten mit metastasierendem
Prostatakrebs wird eine Androgen unterdrückende Therapie angewendet, die den Testosteronspiegel senkt. Die relative 5-Jahresüberlebensrate für Patienten, deren Prostatakrebs
zum Zeitpunkt der Diagnose noch lokalisiert ist, liegt bei fast 100%. Die 5-Jahresüberlebensrate für Patienten mit weit gestreuten Tumoren ist mit 33% allerdings signifikant
geringer.
Genitalwarzen sind Tumore, die von den bestimmten Humanen Papillom-Viren (HPV) verursacht werden. Die Tumore sind nicht bösartig, entstellen jedoch den
äußeren und inneren Genitalbereich sowie den Analbereich und können schmerzhaft sein. Genitalwarzen sind eine der am schnellsten zunehmenden sexuell übertragbaren
Krankheiten der Welt. 14 Millionen Menschen in Nordamerika und Europa leiden an der Krankheit, von denen gegenwärtig nur etwa 3 Millionen in Behandlung sind. Es wird angenommen, dass
10% bis 20% der sexuell aktiven Amerikaner mit HPV infiziert sind, was in den USA zu jährlich 750.000 neuen Fällen von Genitalwarzen führt. Die Behandlung von Genitalwarzen
umfaßt derzeit meistens operative oder chemische Verfahren, die oft mit Schmerzen, der Zerstörung von Gewebe, Narbenbildung und örtlichen Hautreaktionen wie Brennen und
Jucken verbunden sind. Ein weiteres Problem ist das erneute Auftreten der Warzen nach Ende der Behandlung.
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische Systemerkrankung des Bindegewebes, von der über 1 % der Weltbevölkerung betroffen ist. RA befällt vorwiegend
die Gelenke und führt zu Deformierungen sowie Bewegungseinschränkungen. Frauen sind von RA ca. 3 mal häufiger betroffen als Männer. Auftreten kann die Erkrankung in
jedem Lebensalter, am häufigsten zwischen dem dreißigsten und fünfzigsten Lebensjahr. Die Symptome der Arthritis sind unterschiedlich stark ausgeprägt: meist
Schwellung, Schmerz, Bewegungseinschränkung, nicht selten Versteifung.
Brustkrebs: Nach aktuellen Schätzungen1) traten im Jahr 2009 allein in den USA rund 193.000 Neudiagnosen und 41.000 Todesfälle infolge von
Brustkrebs auf. Mit einem Anteil von 27 % stellt Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebsform bei Frauen dar.
Dreifach rezeptor-negativer Brustkrebs: Bösartige Brusttumoren, die weder Östrogen- bzw. Gestagenrezeptoren noch HER2-Rezeptoren aufweisen, werden als
"dreifach rezeptor-negativer" Brustkrebs bezeichnet. Zu dieser Untergruppe gehören etwa 15 % aller Brustkrebsfälle.2) Patientinnen mit dieser Form von Brustkrebs
haben eine signifikant schlechtere Prognose. Es gibt kaum geeignete Therapien gegen diese Erkrankung, da herkömmliche antihormonelle oder gegen den HER-2-Rezeptor gerichtete
Behandlungen nicht angewandt werden können. Bei einem Rückfall nach der initialen Operation verbleibt als einzige Behandlungsmöglichkeit eine Chemotherapie, wobei auch hier
nur eine beschränkte Zahl von Therapeutika in Frage kommt.
HER2-negativer Brustkrebs: In 70 - 85 % der Brustkrebsfälle weisen die Krebszellen keine HER2-Rezeptoren auf und werden daher als HER2-negativ bezeichnet. Diese Art
von Brustkrebs kann nicht mit gegen den HER2-Rezeptor gerichteten Behandlungsmethoden, wie monoklonale Antikörper, therapiert werden.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Mit etwa 32.000 Neuerkrankungen in den USA und etwa der gleichen Anzahl von Todesfällen ist das Pankreaskarzinom
(Bauchspeicheldrüsenkrebs) die vierthäufigste tumorbedingte Todesursache. Nur 5 bis 25 Prozent der neu diagnostizierten Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung noch
operabel. Aufgrund der extrem aggressiven Verlaufsform der Erkrankung sowie der unbefriedigenden systemischen Therapiemöglichkeiten beträgt die mittlere Überlebenszeit nur
etwa 6 Monate. Nach einem Jahr leben noch etwa 19 Prozent der Patienten, nach fünf Jahren sind es sogar nur noch 4 Prozent. Damit ist das Pankreaskarzinom eine der aggressivsten
Krebserkrankungen überhaupt und stellt eine enorme Herausforderung in der Onkologie dar. Entsprechend hoch ist daher der Bedarf an neuen Therapieansätzen zu seiner Behandlung.
HPV: Als Humane Papillomviren wird eine Gruppe weit verbreiteter Viren bezeichnet, die die Epithelzellen der Haut und verschiedener Schleimhäute infizieren, und
dort tumorartiges Wachstum hervorrufen können. Die Übertragung erfolgt primär durch Sexualkontakt. Je nach HPV-Typ fallen die Krankheitsfolgen einer Infektion unterschiedlich
stark aus. Einige besonders aggressive HPV-Typen können bösartige Veränderungen hervorrufen, wie z. B. Gebärmutterhalskrebs bei Frauen.
Gebärmutterhalskrebs: Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Frauen, insbesondere hervorgerufen von den Hochrisikotypen HPV 16, 18, 31 und
45. Trotz ausgedehnter Screening-Programme gibt es weltweit pro Jahr mehr als 450.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebs, 350.000 Frauen sterben jährlich daran. Zwischen einem
und vier Prozent der weiblichen Bevölkerung haben hochgradige Veränderungen (Dysplasien) am Gebärmutterhals.
1) Quelle: American Cancer Society, 2009
2) Quelle: Cleator S, Heller W, Coombes R Ch. Triple-negative breast cancer: therapeutic options. Lancet Oncol 2007; 8:235-44
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